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Die Ordnung der Kindertaufe – Alte Fassung –

Vom 20. März 1952

Diese Ordnung der Kindertaufe ist durch Beschluss der Synode vom 20. März 1952 den Pfarrern zum Gebrauch in den Gemeinden der Evangelisch-lutherischen Kirche in Oldenburg empfohlen.
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Vorbemerkungen

  1. Die Kindertaufe wird in der Regel in einem öffentlichen Gottesdienst der Gemeinde vollzogen, sei es in einem besonderen Taufgottesdienst, sei es – entsprechend dem örtlichen Herkommen – in Verbindung mit einem anderen Gottesdienst. Zu den Taufgottesdiensten ist die Gemeinde durch Abkündigung und Geläute zu laden.
  2. Die Taufhandlung wird durch den zuständigen Pfarrer in Gegenwart der Taufpaten vollzogen. Abwesende Paten werden durch andere Gemeindeglieder als Taufzeugen vertreten. Die Eltern nehmen, wenn irgend möglich, an der Taufhandlung teil. Wo die Segnung der Mutter nicht bereits anlässlich ihres ersten Kirchganges stattgefunden hat, kann sie im Anschluss an die Taufhandlung vollzogen werden.
  3. Der innere Aufbau der Taufhandlung kommt dadurch zum Ausdruck, dass sie in einer räumlichen Gliederung, nämlich der 1. Teil in der Vorhalle oder Tür zum Kircheninnern, der 2. an den Stufen des Chorraumes, der 3. am Taufstein gehalten wird. Wo die räumlichen Verhältnisse oder andere Gründe eine solche räumliche Gliederung verbieten, kann der 2. Teil auch am Altar, der 1. an den Stufen des Chorraumes oder am Altar gehalten werden. Werden mehrere Kinder in einem Gottesdienst getauft, so werden das Kreuzeszeichen, die Fragen nach dem Namen, die Taufformel, das nachfolgende Votum und der Friedenswunsch bei jedem Täufling wiederholt. Während des Vaterunsers legt der Täufer den Täuflingen nacheinander die Hand auf.
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I

Gegen Ende des Geläutes tritt der Pfarrer in die Vorhalle oder an die Tür zum Innern, wo die Paten mit dem Täufling (und die Eltern) sich aufgestellt haben.
Pfarrer:
Der Friede des Herrn sei mit euch allen!
(oder ein anderes biblisches Votum)
Gemeinde: Amen.
Pfarrer:
Gott der allmächtige Vater, unser Schöpfer und Herr, hat eure Ehe gesegnet und diesem Kind das Leben gegeben. Nun soll dieses euch anvertraute Kind durch die heilige Taufe aufgenommen werden in den Bund Seiner Gnade.
oder
Ihr seid zum Hause Gottes gekommen, auf dass dieses Kind durch die heilige Taufe aufgenommen werde in den Bund Seiner Gnade.
Pfarrer:
Unser Herr Jesus Christus spricht:
Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was Ich euch befohlen habe. Und siehe, Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Und abermals spricht der Herr:
Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubet, der wird verdammet werden.
Pfarrer:
Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass Er die Werke des Teufels zerstöre. (1. Joh. 3,8)
oder:
So saget nun Dank mit Freuden dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zum Erbteil der Heiligen im Licht und uns errettet hat von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich Seines lieben Sohnes. (Kol. 1, 12. 13)
[Pfarrer: Lasst uns beten:
Der Du Macht hast über alle bösen Gewalten, Christe, unser Herr und Erlöser: Mache Dir Raum in den Herzen dieses (dieser) neugeborenen Kindes (Kinder). Und wie Du dem Blindgeborenen das Gesicht und den Stummen die Rede geschenkt hast, Dich mit allen Deinen Kindern zu loben und zu preisen, so reinige es (sie alle) von Grund auf. Lass nicht zu, dass der böse Feind es (sie) Dir jemals entreiße, sondern sei und bleibe mit Deinem Heiligen Geist über ihm (ihnen) gegenwärtig nach Deiner Verheißung.
oder:
Allmächtiger, ewiger Gott, Vater unseres Herrn Jesu Christi, siehe in Gnaden herab auf dieses Kind, das (diese Kinder, die) Du zum Anfang des Glaubens berufen hast. Treibe alle Blindheit seines Herzens (ihrer Herzen) von ihm (ihnen); zerreiße alle Stricke, mit denen Satan uns Menschenkinder bindet. Tue diesem Kinde (diesen Kindern) auf, Herr, die Pforte Deiner Güte, auf dass es (sie) bewahrt werde(n) vor allem bösen Begehren und nach Deinen Geboten Dir in Deiner Kirche fröhlich diene(n). Lass es (sie) täglich wachsen und zunehmen in Deiner Gnade und gesund werden an Leib und Seele. Durch Ihn, unseren Herrn Jesum Christum. Amen.]
Nimm an das Zeichen des heiligen Kreuzes [an der (+) Stirn und an der (+) Brust].
Tritt ein in die Kirche Gottes und erfahre mit Freude, dass du von den Banden des Todes erlöset bist. [Der Herr behüte deinen Eingang und Ausgang von nun an bis in Ewigkeit.]
Gemeinde: Amen.
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II

Es folgt der Einzug in die Kirche. Während des Einzuges kann ein Chor Psalm 8 oder einen anderen Psalm singen.
Findet dieser Teil der Handlung an den Stufen zum Chorraum statt, so nehmen die Paten mit dem Täufling (und die Eltern) in dem Gestühl vor dem Lesepult Platz. Der Pfarrer amtiert am Pult. Wird die Handlung dagegen am Altar vollzogen, so stellen sich die Paten mit dem Täufling vor den Stufen des Altars auf.
Tauflied: (EKG. Nr. 146 bis 151 oder ein allgemeines Danklied wie Nr. 234 oder 227)
Pfarrer:
Ihr seid in das Haus Gottes gekommen, um dem Vater im Himmel, dem Schöpfer und Erhalter alles Lebens, zu danken, dass Er euch dieses Kind anvertraut als ein Zeichen Seiner Güte.
Unser Herr und Heiland Jesus Christus spricht: „Es sei denn, dass ihr von neuem geboren werdet, könnt ihr das Reich Gottes nicht sehen.“ Auch unsere Kinder sind der Macht der Sünde und des Todes verfallen, wenn sie nicht durch die Gnade Gottes, die uns Jesus Christus, unser Erlöser, erschließt und austeilt, dem Reich der Finsternis entrissen werden und Anteil gewinnen an dem Reich des wahren Lebens. Als Pfand und Siegel dieser Erlösung hat Er das Sakrament der heiligen Taufe gestiftet, dass wir dadurch Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit erlangen.
Weil dieses Kind an Leib, Seele und Geist unserer Hilfe bedarf, wir auch als Glieder der heiligen Kirche einander priesterlich vor Gott vertreten dürfen, so sollt ihr, christliche Paten, um dieses Kindes willen und an seiner Statt absagen dem bösen Feind und im Glauben euch bekennen zu dem dreieinigen Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Ihm übergebt ihr dieses Kind, das euch anvertraut ist, auf dass es Ihm gehöre.
Zugleich aber nehmt ihr auf euch die Verantwortung, die das Patenamt der heiligen Kirche in sich schließt. Auf dem heilsamen Wege der Wahrheit sollt ihr, Eltern und Paten, die Helfer und Pfleger dieses Kindes sein. Ihr sollt durch Unterweisung und Erziehung, vor allem aber durch euer Vorbild, es auf dem guten Wege erhalten, seine himmlische Berufung ihm vor Augen stellen und seinem Herzen einprägen, es auch zu aller Zeit mit treuer Fürbitte begleiten. Ihr sollt dazu helfen, dass es als ein lebendiges Glied der Gemeinde Jesu Christi aufwachse und zunehme an Gnade und Erkenntnis. Gott der Herr verleihe euch zu diesem großen und köstlichen Dienst den Beistand Seines Heiligen Geistes!
Statt dieser oder einer anderen formulierten Anrede kann an dieser Stelle eine TAUFPREDIGT gehalten werden.
Pfarrer: Lasst uns beten:
O Herr Jesu Christe, Du unsterblicher Trost aller, die Dich anrufen, Erlöser aller, die zu Dir flehen, Du Friede aller, die Dich bitten, Du Leben der Gläubigen und Auferstehung der Toten, wir rufen Dich an über diesem Kinde, für das wir die Gabe Deiner Taufe und die ewige Gnade durch die neue, geistliche Geburt begehren. Nimm es auf, Herr, wie Du gesagt hast: Bittet, so werdet ihr nehmen, suchet, so werdet ihr finden, klopfet an, so wird euch aufgetan: so reiche nun Deine Gabe diesem Kind, für das wir bitten, und öffne ihm die Tür Deines Reiches, auf dass es den ewigen Segen dieses himmlischen Bades erlange und das Erbe empfange, das Du Deinen Heiligen verheißen hast, der Du mit dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Gemeinde: Amen.
Pfarrer:
Höret das heilige Evangelium bei Markus im 10. Kapitel:
Sie brachten Kinder zu Jesus, dass Er sie anrührte. Die Jünger aber fuhren die an, die sie trugen. Da es aber Jesus sah, ward Er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.
Der Täufer (und die Paten) legen dem Täufling die Hände auf.
Wo mit dem Täufer auch die Paten die Hand auflegen, spricht der Täufer:
Wollet nun mit mir dem Kinde (den Kindern) die Hand auflegen und also beten: (gemeinsam mit den Paten).
Vater unser … Amen.
Wo der Täufer allein die Hand auflegt, spricht er ohne Gebetsaufforderung:
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III

Der Pate, der den Täufling beim Vollzug der Taufe über den Taufstein hält, steht links vom Pfarrer, andere Paten und die Eltern stehen dem Pfarrer gegenüber.
[Pfarrer:
Der Herr behüte deinen Eingang und Ausgang von nun an bis in Ewigkeit.]
(falls dieses Votum nicht schon am Ende des 1. Teiles gesprochen ist)
[Pfarrer:
Herr Gott, himmlischer Vater, dessen Geist bei der Schöpfung der Welt über den Wassern schwebte, der Du den Wassern der Sintflut Gewalt gegeben hast, die Bosheit der verderbten Welt zu tilgen, auch in der Errettung Deiner Auserwählten das Sakrament Deiner Kirche vorgebildet hast; Du hast uns das Sakrament der heiligen Taufe gegeben, dass darin die Sünde ihren Untergang und das wahre Leben seinen Ursprung finde. Dies Wasser, durch Dein Wort geheiligt und mit Deinem Gebot verbunden, mache, Herr, zum Quell, der belebt, zur Flut, die reinigt, zum Schoß einer neuen Geburt. Wirke, Herr, in allen, die Du zur Gabe Deiner Taufe berufen hast, wahre Reinigung, Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit. Durch Ihn, unseren Herrn Jesum Christum …]
Danach kann die Handlung verschieden fortgesetzt werden.
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A.

Pfarrer:
Liebe Paten! Ihr begehrt, dass dieses Kind (diese Kinder) nach dem Befehl Jesu Christi getauft und durch dies heilige Sakrament der Gemeinde Gottes hinzugetan werde(n). Wer ein Glied der Kirche ist, muss mit dem Teufel streiten und das ungöttliche Wesen verleugnen, dem Herrn Christo das Kreuz nachtragen, Gott allein dienen und auf Ihn seine ganze Hoffnung setzen. Wenn ihr darum mit der christlichen Gemeinde über diesem(n) Kinde(rn) den Glauben der Kirche bekennt, widersaget ihr damit dem Teufel und allen seinen Werken und all seinem Wesen und tut Zusage Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Sprechet mit mir also:
Pfarrer und Gemeinde:
Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen …
Pfarrer:
Wollt ihr, dass dieses Kind getauft werde (diese Kinder getauft werden), [und versprecht ihr (mit den Eltern), nach bestem Vermögen dafür zu sorgen, dass es (sie) in diesem Glauben erzogen und dabei erhalten werde(n)], so antwortet: Ja.
Paten: Ja.
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B.

Die Form B unterscheidet sich nur hinsichtlich der Anrede an die Paten und die der Taufhandlung vorangehende Befragung von der entsprechenden Ordnung A.
Form B entspricht Luthers Taufbüchlein. Sie ist zu gebrauchen, wo das Verständnis dafür vorausgesetzt werden kann. An die Stelle der Anrede („Liebe Paten! Ihr begehrt …“) und die Befragung gemäß vorstehender Ordnung A treten die folgenden Stücke:
Pfarrer:
Liebe Paten! Da ihr als Glieder der christlichen Gemeinde an diesem unmündigen Kinde Patenstelle übt, so wollet mir auf die Fragen, die ich an das Kind richte, kraft des Priestertums aller Gläubigen, zu dem wir berufen sind, an Stelle dieses Kindes Antwort geben.
Widersagest du dem Teufel?
Paten: Ja, ich widersage.
Pfarrer: Und allen seinen Werken?
Paten: Ja, ich widersage.
Pfarrer: Und all seinem Wesen?
Paten: Ja, ich widersage.
Anmerkung: Die 3 Fragen und Antworten können auch in eine zusammengefasst werden.
Pfarrer:
Glaubst du an Gott den Vater, den Allmächtigen, Schöpfer Himmels und der Erde?
Paten: Ja, ich glaube.
Pfarrer:
Glaubst Du an Jesum Christum, Gottes eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen Er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten?
Paten: Ja, ich glaube.
Pfarrer:
Glaubst du an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben?
Paten: Ja, ich glaube.
Pfarrer: Willst du getauft sein?
Paten: Ja, ich will.
Anmerkung: Die 3 Fragen und Antworten können auch in eine zusammengefasst werden.
Beide Ordnungen (A und B) werden wie folgt fortgesetzt:
[Pfarrer: Wie soll des Kindes Name sein?
Der Vater oder ein Pate nennt die Vornamen des Kindes.]
Der Pfarrer begießt mit der Hand dreimal das Haupt des Kindes mit Wasser in einer für die Anwesenden sichtbaren Weise und spricht dabei:
Pfarrer:
N. (Vornamen des Kindes), ich taufe dich im1# Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Der Pfarrer legt dem Kind die Hand auf und spricht:
Der allmächtige Gott und Vater unseres Herrn Jesu Christi, der dich aufs neue geboren hat durchs Wasser und den Heiligen Geist, und hat dir alle deine Sünde vergeben, der stärke dich mit Seiner Gnade zum ewigen Leben. Amen.
[Wo ein Westerhemd (bzw. Taufschleier) oder eine Taufkerze oder beides übergeben wird, kann dies an dieser Stelle mit folgenden Worten geschehen:
(Zum Westerhemd):
Nimm hin das weiße Gewand der Gerechtigkeit und Herrlichkeit Christi. Bringe es unbefleckt vor den Richtstuhl unseres Herrn Jesu Christi, auf dass du das ewige Leben habest.
Gemeinde: Amen.
(Zur Taufkerze):
Nimm hin das brennende Licht und bewahre deine Taufe unsträflich; halte die Gebote Gottes auf, dass wenn der Herr kommt zur Hochzeit, du Ihm mögest entgegengehen samt allen Heiligen im himmlischen Saal und teilhabest am Leben der zukünftigen Welt.
Gemeinde: Amen.]
[Wo Westerhemd und Taufkerze nicht in Gebrauch sind, kann zum Schluss (über allen Täuflingen gemeinsam) Folgendes zugefügt werden:
Gott gebe dir Kraft, deine Taufe unsträflich zu bewahren und Seine Gebote zu halten, auf dass du, wenn der Herr kommt zur Hochzeit, Ihm mögest entgegengehen samt allen Heiligen im himmlischen Saal und teilhabest am Leben der zukünftigen Welt.
Gemeinde: Amen.]
Pfarrer: Friede sei mit dir.
Gemeinde: Amen.
Die Paten mit dem Täufling (und die Eltern) gehen an ihren Platz zurück. Währenddessen kann die Gemeinde eine Liedstrophe singen. Der Täufer geht an den Altar.
Nun kann die Mutter des Täuflings ausgesegnet werden. Wenn keine Aussegnung der Mutter stattfindet, spricht der Pfarrer:
Pfarrer: Lasset uns beten:
Allmächtiger, barmherziger Gott und Vater, wir sagen Dir von Herzen Lob und Dank, dass Du Deine Kirche (gnädig) erhältst und mehrest und auch dieses Kind (diese Kinder) durch die heilige Taufe wiedergeboren und zu einem Gliede (zu Gliedern) am Leibe Deines lieben Sohnes Jesu Christi gemacht hast. Wir bitten Dich demütig: Erhalte diese(s) Kind(er) in Deiner Gnade. Verleihe Eltern und Paten Weisheit und Gnade, Dass sie es (sie) erziehen in der Zucht und Vermahnung zu Dir. Erhalte uns alle, die Du zur heiligen Taufe gerufen und gebracht hast, im rechten Glauben, auf dass wir dereinst das verheißene Erbteil mit allen Heiligen erlangen durch Jesum Christum, unsern Herrn.
Gemeinde: Amen.
Statt dieses Gebetes kann die AUSSEGNUNG DER MUTTER in folgender Weise stattfinden. (Die Mutter tritt mit dem Kind vor den Altar.)
Pfarrer:
Der allmächtige Gott hat dir in der Stunde der Angst und Gefahr geholfen; Er hat dir dieses Kind gegeben, sein Leben bisher erhalten und es nun auch mit Seiner heiligen Taufe begnadet. Solche Wohltat Gottes sollst du erkennen und Ihm von Herzen dafür danken. Siehe, Kinder sind eine Gabe des Herrn. Danket Ihm und lobet Seinen Namen.
Knie nieder und bete mit mir also:
(Zum Altar gewendet:)
Allmächtiger Gott, wir preisen Deine Barmherzigkeit, dass Du diese Mutter nach Deiner Gnade behütet und gesegnet, auch ihr Kind durch die heilige Taufe zum Glied und Erben des ewigen Lebens angenommen hast. Dafür danken wir Dir in schuldiger Demut und bitten Dich, Du wollest auch hinfort beide, Mutter und Kind, in Deiner Gnade bewahren und durch Deinen Heiligen Geist Deinen Segen verleihen, dass dieses Kind in der Zucht und Vermahnung zu Dir auferzogen und vor allem Übel Leibes und der Seele gnädig behütet werde.
Durch unsern Herrn Jesum Christum.
Gemeinde: Amen.
Pfarrer:
(wendet sich der Gemeinde zu, legt Mutter und Kind beide Hände auf:)
Gehet hin in Frieden. Der Friede und Segen Gottes, des Allmächtigen und Barmherzigen, komme über dich und bleibe bei dir jetzt und immerdar.
Wenn die Taufe als selbstständiger Gottesdienst vollzogen wird, spricht der Pfarrer:
Wenn die Taufe in einen anderen Gemeindegottesdienst eingefügt ist, der nach Abschluss der Taufordnung weitergeht, spricht der Pfarrer:
Pfarrer:
Pfarrer:
Es segne und behüte euch Gott, der Allmächtige und Barmherzige, Vater + Sohn und Heiliger Geist.
Gehet hin mit Frieden; der Herr geleite euch auf euren Wegen.
Gemeinde: Amen.
Gemeinde: Amen.
(Wo ein Schlussvers üblich ist, kann eine Strophe von dem Lied EKG Nr. 152 oder 153 gesungen werden.)

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1 ↑ Wörtliche Übersetzung: in den Namen.