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Kirchengesetz zu Artikel 5 der Kirchenordnung

Vom 19. Mai 1983

(GVBl. 20. Band, S. 135)

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§ 1

1 Die Kirchengemeinde ist in der Regel örtlich begrenzt. 2 In besonderen Fällen kann der Kreis der Mitglieder nach anderen Merkmalen bestimmt werden.
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§ 2

Für Anstalten und Einrichtungen können Kirchengemeinden gebildet werden (Anstaltsgemeinden).
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§ 3

( 1 ) 1 Mehrere Kirchengemeinden können unter einem gemeinschaftlichen Pfarramt verbunden werden. 2 Der Pfarrer, der mehrere Kirchengemeinden versorgt, ist Mitglied des Gemeindekirchenrates jeder einzelnen Kirchengemeinde.
( 2 ) 1 Sind mehrere Kirchengemeinden pfarramtlich verbunden, so gelten sie in gemeinschaftlichen Angelegenheiten des Pfarramtes als eine Kirchengemeinde. 2 Die Gemeindekirchenräte treten zur gemeinsamen Beratung und Beschlussfassung unter der Leitung des an Lebensjahren ältesten Vorsitzenden zusammen.
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§ 4

Tochtergemeinden haben die verfassungsmäßigen Rechte der Kirchengemeinden mit folgenden Ausnahmen:
  1. 1 Tochtergemeinden haben nicht das Recht der Pfarrerwahl. 2 Der Oberkirchenrat beauftragt nach Anhörung der Gemeindekirchenräte einen Pfarrer der Muttergemeinde mit der Versorgung der Tochtergemeinde.
  2. 1 Die Mitglieder der Gemeindekirchenräte der Muttergemeinde und der Tochtergemeinde treten regelmäßig, mindestens einmal im Jahr, zu gemeinsamen Beratungen zusammen. 2 Den Vorsitz führt der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates der Muttergemeinde.
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§ 5

Der Oberkirchenrat erlässt die zur Durchführung dieses Kirchengesetzes erforderlichen Anordnungen.
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Das KG Art. 5 KO ist gem. Art. 116 KO am 7. Januar 1984 in Kraft getreten.